Hummelvölker
im Liebieghaus Garten

Im Frühjahr sind im Garten des Liebieghauses Hummeln eingezogen.
Mehr über das Projekt und den Umgang mit den friedfertigen Insekten erfahren Sie hier.

Forschungsprojekt am Institut für Bienenkunde

Im Rahmen eines Forschungsprojekts des Instituts für Bienenkunde sind im Garten des Liebieghauses im Frühjahr 2022 Hummeln eingezogen. Hintergrund der Studie ist der Artenschwund von Wildbienen mit der dunklen Erdhummel (Bombus terrestris) als Vertreterin.

Ein großer Faktor in diesem komplexen Problem ist der Schwund geeigneter Lebensräume durch die zunehmende und sich verändernde Landnutzung durch den Menschen. Je stärker die Flächenversiegelung aufgrund von Verstädterung oder intensiver Landwirtschaft zunimmt, desto weniger Nahrungs- und Nistmöglichkeiten existieren für vielerlei Arten.

Zum Umgang mit Hummeln

Starke Hummelvölker können bis zu wenige hundert Arbeiterinnen produzieren, was im Vergleich zu einem Honigbienenvolk mit mehreren tausend Bienen immer noch sehr klein ist.

Hummeln sind sehr friedfertige Tiere, die sich nicht für Menschen und ihre Nahrung, wie Kuchen oder Saft interessieren. Sofern man nicht direkt vor ihren Einfluglöchern steht (weniger als zwei Meter Abstand) oder ihre Nistkästen anfasst, sollten sich keine Konflikte mit Menschen ergeben.

    Mehr über die Studie

    Die Studie vergleicht das Vorhandensein und die Qualität floraler Ressourcen in mehreren urbanen und natur-nahen Standorten, welche sich direkt auf das Nestwachstum, also die Anzahl geschlüpfter Hummeln pro Volk auswirkt. Da sich diese Nahrungsressourcen nicht nur im Raum sondern auch über die Zeit eines Jahres hinweg verändern, werden mehrere Durchgänge des Versuchs hintereinander durchgeführt.

    Ein Hummelvolk lebt nur knapp zwei Monate, weshalb die Völker ca. alle sechs Wochen ersetzt werden. Mitte April hielten die Hummeln Einzug und werden den Garten des Liebieghauses voraussichtlich Ende August verlassen. Der zweite Schwerpunkt der Studie liegt auf der Erfassung der jeweils blühenden Vegetation. Dafür werden zu verschiedenen Zeitpunkten die betreffenden Pflanzenarten auf dem Grundstück bestimmt.

    Zum Institut für Bienenkunde