Neue Rekonstruktion des Parthenon-Giebels
Ab November präsentiert das Liebieghaus eine Ausstellung zu den Skulpturen des Parthenon, des berühmten Tempels auf der Akropolis von Athen. Im Zentrum der Präsentation steht eine nahezu vollständige archäologische Rekonstruktion der Skulpturengruppe des Ostgiebels. Er zeigte die Geburt der Göttin Athena aus dem Haupt des Zeus – ein urzeitlich-kosmologisches Ereignis, das aus antiken Schriftquellen überliefert ist. Die ursprünglich 35 Figuren dieser monumentalen Giebelgruppe wurden größtenteils in christlicher Zeit zerstört.
In jahrelanger Forschungsarbeit identifizierte das Team der Liebieghaus Skulpturensammlung Darstellungen der verlorenen Ostgiebel-Komposition in römischen Reliefs, insbesondere auf Sarkophagen. In Verbindung mit den bereits 1910 publizierten Fragmenten der weiteren Giebel gelang so erstmals eine weitgehend geschlossene Rekonstruktion. Anhand ausgewählter Exponate und internationaler Leihgaben werden die neuen Forschungsergebnisse in einer Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann, Modell der Rekonstruktion des Parthenon-Ostgiebels (Ausschnitt), 2025
Modell der Rekonstruktion des Parthenon-Ostgiebels (Ausschnitt), 2025
Foto: Liebieghaus Skulpturensammlung
Ansicht Parthenon in Athen, 2025
Ansicht Parthenon in Athen, 2025
Foto: Liebieghaus Skulpturensammlung
Jacques Carrey, Temple de Minerve, à Athènes, 1674
Temple de Minerve, à Athènes, 1674