Das Parthenon-Puzzle
Für eine Slideshow in der Ausstellung suchen wir Ihre persönlichen Reisefotografien von sich oder Ihren Liebsten vor dem Parthenon. Zusammen zeigen Sie, wie der berühmte Tempel auf der Athener Akropolis erlebt wird und welche Faszination er bis heute ausübt.
Machen Sie mit: Senden Sie uns Ihre Reiseerinnerungen, Schnappschüsse oder Aufnahmen mit Familie und Freunden vor dem Parthenon in möglichst hoher Auflösung als JPG-Datei und mit Angabe des Entstehungsjahres an . Ihr Parthenon-Moment wird so Teil der Ausstellung.
Mit der Einsendung willigt der Einsender in die Verwendung des Fotos für die Slideshow im Rahmen der Ausstellung ein und bestätigt, über die hierfür erforderlichen Rechte und Einwilligungen der abgebildeten Personen zu verfügen. Die Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per E-Mail an widerrufen werden.
Ein 2.500 Jahre altes Bild nimmt wieder Gestalt an: Wie bei einem großen dreidimensionalen Puzzle ist es nach jahrelanger Forschung gelungen, die Fragmente eines der berühmtesten Werke der Antike neu zuzuordnen und zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Die Liebieghaus Skulpturensammlung zeigt erstmals einen archäologisch fundierten Vorschlag zur vollständigen Rekonstruktion der Skulpturengruppe des Parthenon-Ostgiebels.
Das Forschungsteam um Vinzenz Brinkmann, Leiter der Antikensammlung, hat dafür rund 60 erhaltene Fragmente mithilfe von 3D-Scans neu untersucht, einzelnen Figuren zugeordnet und mit antiken Schriftquellen sowie Skulpturen abgeglichen. Erstmals entsteht so ein in allen Details wissenschaftlich fundiertes Gesamtbild jener Szene, die einst den Eingang des Parthenon beherrschte: die Geburt der Göttin Athena aus dem Haupt ihres Vaters Zeus.
Der rund 30 Meter breite Ostgiebel umfasste ursprünglich 39 monumentale Marmorskulpturen von bis zu 3,50 Metern Höhe. Die Ausstellung im Liebieghaus veranschaulicht, wie das Team um Vinzenz Brinkmann aus einzelnen Fragmenten, technischen Spuren und historischen Bildquellen das verlorene Skulpturenensemble rekonstruiert hat. Drei Rekonstruktionsstufen zeigen den erhaltenen Bestand, die neu erschlossenen Zuordnungen und den daraus entwickelten Vorschlag für die Ostgiebel-Komposition. Besonders aufschlussreich sind dabei Skulpturen, von denen heute kaum oder gar nichts erhalten ist.
Die Ausstellung macht diesen Forschungsprozess anhand ausgewählter Werke der Liebieghaus Skulpturensammlung sowie hochkarätiger Leihgaben unter anderem aus dem Pariser Louvre und den Vatikanischen Museen nachvollziehbar. Eine eigens entwickelte Szenografie führt Schritt für Schritt durch die Rekonstruktion und verbindet neueste archäologische Erkenntnisse mit der rund 200-jährigen Forschungsgeschichte des Parthenon.
Höhepunkt ist eine eigens für die Ausstellung entwickelte Animation, in der die Figuren des Ostgiebels wieder zu einer monumentalen Szene zusammenfinden und das verlorene Bildprogramm des Parthenon auf Grundlage der neuen Forschung erstmals als Ganzes erfahrbar wird.
Kurator: Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann (Sammlungsleiter der Abteilung Antike und Asien, Liebieghaus Skulpturensammlung)
Projektleitung: Jakob Salzmann (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abteilung Antike und Asien, Liebieghaus Skulpturensammlung)
Gefördert durch: Stadt Frankfurt am Main, Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH
Mit weiterer Unterstützung durch: Städelverein, die Stiftung Elliniko Spiti - Griechisches Haus in Frankfurt, Piraeus Bank
Athena des Myron, Römische Wiederholung einer Bronzegruppe von ca. 450 v. Chr.
Römische Wiederholung einer Bronzegruppe von ca. 450 v. Chr.
Marmor, Höhe 173,5 cm
Foto: Rühl und Bormann
Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main
Martino di Bartolomeo, Zerstörung der Götzenbilder, ca. 1390
Zerstörung der Götzenbilder, ca. 1390
Mischtechnik auf Pappelholz
69,8 x 58,4 x 2,1 cm
Städel Museum, Frankfurt am Main
Zeus, gefunden in Otricoli, 2. Jh. v. Chr.
gefunden in Otricoli
2. Jh. v. Chr.
Marmor
Rom, Musei Vaticani, Inv. 25
Digitale Rekonstruktion der Figuren im Ostgiebel des Parthenon
Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann, 2026
Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main
Der rechte Dioskur vom 1589 errichteten Brunnen auf dem Quirinalshügel in Rom
Marmor
Abbildung: Vinzenz Brinkmann
Jaques Carrey, Zeichnung des Ostgiebels (linke Seite), Temple de Minerve, à Athènes
Zeichnung des Ostgiebels (linke Seite), Temple de Minerve, à Athènes. 1674
Paris, Bibliothèque nationale de France
Kopf des Götterboten Hermes ‒ „Hermes-Ludovisi“
Römische Wiederholung nach einer griechischen Statue von ca. 430 v. Chr.
Marmor, Höhe 26 cm
Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main